Archiv für Januar 2009

Eine Brezel eine Brezel?.

Mittwoch, 21. Januar 2009

Nein, nicht der Spitzname des Käfers, dessen kleines Oval-Fenster hinten einen Mittelsteg hatte,
der das ganze ein wenig nach dem Gebäck aussehen ließ?
? sondern die Geschichte der Laugenbrezel:
Vor einigen hundert Jahren hatte der schwäbische Graf von Urach einen berühmten Hofbäcker.
Eines Tages wurde entdeckt, dass der Bäcker ein Dieb war und von den Waren seines Grafen gestohlen hatte.
Der Hofbäcker musste daher zum Tode verurteilt werden.
Der Graf jedoch wollte seinen berühmten Bäcker nicht verlieren, deshalb entschied er, ihm eine Chance zu geben, sein Leben zu retten.
Der Bäcker musste in nur 3 Tagen ein neues Gebäck erfinden, durch welches die Sonne 3x scheinen konnte.
Der Bäcker war völlig verzweifelt, da er keine Idee hatte.
Doch plötzlich, als er seine Frau beobachtete, die mit verschränkten Armen mit der Nachbarsfrau plauderte, hatte er die zündende Idee:
Er arbeitete die Form der verschlungenen Arme in sein Gebäck ein.
Somit war die Aufgabe erfüllt, die Sonne konnte durch dieses Gebäck 3x scheinen.
Die Teigform war fertig und musste nur noch in den Backofen.
Des Bäckers Katze, sprang plötzlich auf und fegte die Brezeln in eine Wanne mit heißer Lauge,
die eigentlich zum Würzen von Suppe und Fisch vorbereitet war.
Es war keine Zeit mehr ein neues Gebäck zu machen ? dieses mit der Lauge musste gebacken werden.
So brachte ein glücklicher Zufall dann auch noch die braune Farbe und den guten Geschmack.
Da das Gebäck mit den drei Löchern aber noch keinen Namen hatte, wurde die Frau des Grafen – eine Italienische Prinzessin – nach Ihrer Meinung befragt.
Sie erinnerte sich an das lateinische Wort für “Ärmchen”: “bracchia”
und an die Bezeichnung für verschlungene Hände: “brazula”.
Aus Brazula machten sie das Wort Brazel und später eben Brezel.
…und weil ich die Geschichte so schön finde, gibt es jetzt im “Litfass” für den kleinen Hunger eine ofenwarme Brezel …
… mit viel Salz obenauf, damit Ihr auch ordentlich Durst bekommt!!!